Ausgangspunkt meiner künstlerischen Arbeit ist die Grenze. Ich frage nach zwischenmenschlichen Grenzen, aber auch nach der Schwelle zwischen Ich und nicht-menschlicher Umwelt. Um einen klaren Begriff meiner selbst zu formulieren, bin ich auf das Blickfeld meiner eigenen Wahrnehmung angewiesen und vollziehe Trennungen zwischen mir und Anderen. Zugleich verstehe ich mich als Teil einer porösen, fließenden Welt. In dieser ist Begegnung etwas Osmotisches und bedeutet Vermischung, Durchdringung und Verwobenheit. Zwischen Innen und Außen begegnet uns allen das eigene Unverständnis, hier ringen wir darum, unsere Rolle und Positionierung im Universum zu begreifen.
Es gilt eine Balance zu halten zwischen Grenzenlosigkeit und Reduktion. In diesem Kontext stoße ich auf das Thema des wissenschaftlichen und technischen Fortschritt, der oft als Hauptmerkmal einer gesamtgesellschaftlichen Weiterentwicklung missverstanden wird. Signifikant dafür sind die Träume privater Raumfahrtunternehmen von einer Besiedelung des Mars bei gleichzeitiger Tatenlosigkeit angesichts der Klimakatastrophe. Das Fehlen eines tatsächlichen moralischen Fortschritts im Gleichklang mit technologischen Entwicklungen hinterlässt die Schwächsten schutzlos, während bei privilegierteren Bevölkerungen der Welt lediglich eine immer weiter wachsende Irritation entsteht: Das in der Reduktion Ausgeblendete verbleibt als blinder Fleck, als Gefühl, dass etwas im alltäglichen Ablauf der Dinge nicht stimmt.
Analog dazu beginnen meine Prozesse meist mit dem Beobachten unbeachteter Orte, die den öffentlichen Raum säumen. Ich fotografiere Alltägliches, oder werfe einen Blick auf Zerfallendes und nutzlos gewordenes. Spuren, Oberflächen, Texturen und Momente sammle ich in Bilder- und Eindrucksarchiven. Diese bilden einen Nährgrund, auf dem Formen für plastische Arbeiten entstehen. Objekte und Text resultieren in Installationen und Performances, in denen ich selbst oder gemeinsam mit anderen in Aktion trete.
Für einige meiner Unternehmungen schließe ich Schultern mit Freund*innen und Kolleg*innen unter dem Namen SOMA. Diese offene Kollaboration ist eine imaginierte Firma, die die Beschaffenheit emotionaler Innenwelten untersucht. Gemeinsam wird Entschlossenheit in Zentrifugen destilliert, werden Emotionen mikroskopiert oder Zweifel verfeinert, bis sie verdaulich sind. Das forschende Arbeiten bietet hier eine Plattform für Spiel und gemeinschaftlichen künstlerischen Prozess. Angelegt als lose und formbare Struktur ist SOMA ein wandlungsfähiges Vehikel, ein Anschlusselement für verschiedene künstlerische Positionen und ein Verstärker für Experimentierfreude und Resonanz.
Ausgangspunkt meiner künstlerischen Arbeit ist die Grenze. Ich frage nach zwischenmenschlichen Grenzen, aber auch nach der Schwelle zwischen Ich und nicht-menschlicher Umwelt. Um einen klaren Begriff meiner selbst zu formulieren, bin ich auf das Blickfeld meiner eigenen Wahrnehmung angewiesen und vollziehe Trennungen zwischen mir und Anderen. Zugleich verstehe ich mich als Teil einer porösen, fließenden Welt. In dieser ist Begegnung etwas Osmotisches und bedeutet Vermischung, Durchdringung und Verwobenheit. Zwischen Innen und Außen begegnet uns allen das eigene Unverständnis, hier ringen wir darum, unsere Rolle und Positionierung im Universum zu begreifen.
Es gilt eine Balance zu halten zwischen Grenzenlosigkeit und Reduktion. In diesem Kontext stoße ich auf das Thema des wissenschaftlichen und technischen Fortschritt, der oft als Hauptmerkmal einer gesamtgesellschaftlichen Weiterentwicklung missverstanden wird. Signifikant dafür sind die Träume privater Raumfahrtunternehmen von einer Besiedelung des Mars bei gleichzeitiger Tatenlosigkeit angesichts der Klimakatastrophe. Das Fehlen eines tatsächlichen moralischen Fortschritts im Gleichklang mit technologischen Entwicklungen hinterlässt die Schwächsten schutzlos, während bei privilegierteren Bevölkerungen der Welt lediglich eine immer weiter wachsende Irritation entsteht: Das in der Reduktion Ausgeblendete verbleibt als blinder Fleck, als Gefühl, dass etwas im alltäglichen Ablauf der Dinge nicht stimmt.
Analog dazu beginnen meine Prozesse meist mit dem Beobachten unbeachteter Orte, die den öffentlichen Raum säumen. Ich fotografiere Alltägliches, oder werfe einen Blick auf Zerfallendes und nutzlos gewordenes. Spuren, Oberflächen, Texturen und Momente sammle ich in Bilder- und Eindrucksarchiven. Diese bilden einen Nährgrund, auf dem Formen für plastische Arbeiten entstehen. Objekte und Text resultieren in Installationen und Performances, in denen ich selbst oder gemeinsam mit anderen in Aktion trete.
Für einige meiner Unternehmungen schließe ich Schultern mit Freund*innen und Kolleg*innen unter dem Namen SOMA. Diese offene Kollaboration ist eine imaginierte Firma, die die Beschaffenheit emotionaler Innenwelten untersucht. Gemeinsam wird Entschlossenheit in Zentrifugen destilliert, werden Emotionen mikroskopiert oder Zweifel verfeinert, bis sie verdaulich sind. Das forschende Arbeiten bietet hier eine Plattform für Spiel und gemeinschaftlichen künstlerischen Prozess. Angelegt als lose und formbare Struktur ist SOMA ein wandlungsfähiges Vehikel, ein Anschlusselement für verschiedene künstlerische Positionen und ein Verstärker für Experimentierfreude und Resonanz.